Arbeitsbericht

 

Werkgeschichte

  • 2008 stellt die Regisseurin, Andrea Conrad und die dramaturgische Mitarbeiterin, Anke Wagner, die Textfassung, Raum-und Regiekonzept mit Skizzen für die geplante Kunst-Oper “Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen” dem Komponisten Gisberth Näther erstmals in der Nicolaikirche Potsdam vor
  • Nach der Textfassung und dem Raum-und Regiekonzept für Kirchen und Bühnenräume von Andrea Conrad, entsteht die Komposition von Gisberth Näther
  • 06.2008  1. Fassung der Kunst-Oper in deutscher Sprache mit Vorspiel Komposition Gisbert Näther zu Textfassung, Raum-und Regiekonzept, Raum-und Bildskizzen von Andrea Conrad
  • 03.2011  2. Fassung in italienischer Sprache; Erweiterung der Opernstoffes, es entsteht u.a. das Vorspiel  für Installation und Toncollage von Andrea Conrad, sowie ein Abschluss der Oper für Stimmen Cherubim und Seraphim, Komposition Gisbert Näther nach einem weiteren Vorlagekomplex von Andrea Conrad für Textfassung, Raum-und Regiekonzept, Raum-und Bildskizzen, Installationen, Toncollage und Videoeinspielungen für die geplante Kunst-Oper “Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen”
  • 3.konzertante Arbeitsfassung Partitur und Klavierauszug für die UA und Folgeaufführungen in Assisi, Foligno, Perugia und Berlin der angedachten Oper, in einer Übersetzung von Maria-Luise Döring
  • eine abschließende Fassung der Partitur für die Kunst-Oper “Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen” liegt nicht vor

Die konzertante Einstudierung erfolgte in Berlin, Potsdam, Fontemaggio/Assisi und Perugia, Projektentwicklung und Management Andrea Conrad; ein Projekt der Vereinigung für genreverbindende Kunstprojekte e.V.  - Potsdamer Tage der Neuen Musik für Kinder

  • Komische Oper Berlin:  Registerproben Junge Philharmonie Brandenburg
  • Staatsoper Unter den Linden im Schiller Theater:  Einstudierung des Kinderchores der Staatsoper
  • Universität der Künste Berlin:  Vorsingen und Einstudierung der Partien
  • Veranstaltungskomplex Potsdam Junge Kulturbotschafter gesucht
  • Schinkelhalle Potsdam:  Orchesterproben und Ensembleproben
  • letzte Proben in der Herberge Fontemaggio/ Assisi
  • Generalprobe in Perugia

geplanter Veranstaltungskomplex  Potsdam Junge Kulturbotschafter gesucht / Wie entsteht eine Oper – von der Textvorlage bis zur Komposition und Realisierung

19.09.2011 Schinkelhalle, Potsdam, 10:00 Uhr
Vortrag ab 8. Klasse / Oberstufe / Auszubildende / Studenten„Baumeiser, Maler, Bühnenbildner, Visionär – Wer war eigentlich Karl Friedrich Schinkel?“
Vortrag von Frau Prof. Flegel Urania „Wilhelm Förster“ Potsdam

Jedes Jahr kommen viele Besucher nach Potsdam, die das Schloss Charlottenhof und die Nikolaikirche mit besonderem Interesse sehen, weil Karl Friedrich Schinkel der Architekt war. Dieser große Künstler des 19. Jahrhunderts hat uns ein gewaltiges Werk hinterlassen: Gemälde, berühmte Bauwerke, phantastische Pläne, er malte Panoramen; das waren runde Attraktionen lange vor dem Kino-Zeitalter. Er entwarf Theaterkulissen, die berühmteste für die Oper „Die Zauberflöte“ von Mozart. Als preußischer Baubeamter kontrollierte er viele Bauprojekte und wurde zum Vorbild für Generationen von Architekten.

20.09.2011 Villa Schöningen, Potsdam, 10.30 und 11.30 Uhr
Zwei Führungen / ab 5. Klasse
Rückblick Geschichte Villa Schöningen während der Zeit in der DDR. Das Wochenheim für Kinder an der Mauer im Grenzgebiet Glienicker Brücke. Im Anschluss ein Gespräch mit der Autorin Andrea Conrad und dem Komponisten Gisbert Näther zur Entstehungsgeschichte des Opernstoffes.

21.09.2011 Schinkelhalle, Potsdam, Kulturstandort Schiffbauergasse 4
Vortrag 10.00 Uhr ab 3. Klasse
Tiere in der Mythologie am Beispiel der Bienen
„Zusammen schaffen wir blühende Landschaften“
Über das Wesen der Bienen und ihre Bedeutung
Landesverband der Brandenburgischen Imker e.V.
Vortrag Rainer Gabriel Vorstandsvorsitzender Landesverband der Brandenburgischen Imker, Holger Ackermann.

22.09.2011 Big Image Systems 10:00 Uhr und 11:30 Uhr
Zwei Führungen ab 8. Klasse (in Hinblick auch auf ein Berufspraktikum)
Vom Bühnendekor am Broadway bis zum weltgrößten Luftballon
Das Unternehmen fördert seit 2006 Projekte der Vereinigung für genreverbindende Kunstprojekte e.V., so auch die Produktion „Der Schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen“ und zählt auf dem Gebiet der Großbildkommunikation mit einem weltweitem Arbeitsbereich zu den führenden europäischen Produzenten.

23.09.2011 Schinkelhalle Potsdam Kulturstandort Schiffbauergasse4, künstlerische Gestaltung “der Botschaften” der Teilnehmer/innen in Hinblick auf Franz von Assisi, Schutzpatron für Ökologie und Umwelt

24.09. – 27.09.2011 Ensembleproben, Schinkelhalle nicht öffentlich.

27.09.2011 Abschluss für alle Teilnehmer “Junge Kulturbotschafter”
Schinkelhalle, Potsdam, Kulturstandort Schiffbauergasse 4
Teilnahme an der Abendprobe
Orchesterprobe mit der Jungen Philharmonie Brandenburg, Kinderchor der Staatsoper Berlin und Solisten der UdK und Hochschule für Musik Hans Eisler Berlin

Aufführungen

  • 1.10.2011  Generalprobe mit anschließender 1. Voraufführung in der prachtvollen Aula Magna der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität in Perugia;  die Gesellschaft BORGO BELLO und die Stadtverwaltung Perugia hatten diese Aufführung ermöglicht
  • 2.10.2011  konzertante UA Assisi mit einleitendem Sonnengesang des Hl. Franziskus (1182-1226), seit 1980 Patron des Umweltschutzes und der Ökologie, in dessen Heimatstadt Assisi in einem offenen Kirchenraum, der es Vorübergehenden erlaubte einzutreten und der zeitgenössischen Musik, den herausragenden solistischen Darbietungen und dem Aufruf des Textes zu lauschen: Liebe als Ausdruck der Achtung vor der Schöpfung und der Brüderlichkeit zu verstehen und zu achten.
  • 3.10.2011  konzertante UA  im  Auditorium der ehemaligen Kirche San Domenico aus dem 13. Jh. zur Eröffnung der XVII. Konzertsaison Gioventù Musicale Foligno – Società dei Concerti
  • 22.10.2011  Industrie- und Handelskammer Potsdam  ”Kultur und Kunst im internationalen Dialog” , im Gespräch die Projektinitiatorin und künstlerische Leiterin Andrea Conrad und Maria-Luise Döring Vorstandsvorsitzende von Il Ponte; ein Bericht über den Auftakt Internationale Jugendakademie Assisi als internationales Projekt der Vereinigung für genreverbindende Kunstprojekte e.V. mit Bildpräsentation und einem abschließendem Konzert
  • 29.10.2011  Jesus Christus Kirche Berlin Dahlem, konzertante Erstaufführung in italienischer Sprache, Mitschnitt Deutschlandradio Kultur
  • 23.12.2011  Deutschlandradio Kultur 21.30 Uhr Sendung der Aufzeichnung vom 29.10.2011 aus der Jesus Christus Kirche Berlin Dahlem


Artikelbild oben: Probenfoto Schinkelhalle Potsdam, Junge Philharmonie Brandenburg, Dirigent Leslie Suganandarajah, künstlerische Leiterin und Projektmanagerin Andrea Conrad; Bildrechte Gunnar Conrad


Mitwirkende der Kunst-Oper Der Schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen

Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen

Eine Kunst-Oper in 5 Bildern
Für Kinder und Erwachsene

Komposition Gisbert Näther
Konzept und Textfassung Andrea Conrad
Übersetzung ins Italienische Cav. Maria-Luise Döring
Mitarbeit Übersetzung Andrea Bonino

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah
Künstlerische Leitung Andrea Conrad
Mondsichelmädchen Laila Salome Fischer
Ahriman Kai-Ingo-Rudolph
Mammon Florian Hille
Schwarzer Schwan Michael Zehe
Engel Gabriele Näther
Engel Amelie Conrad

Projektmanagement Andrea Conrad
Produktionsleitung Andrea Conrad /
Marie Luise Döring

Bildgestaltung/Graphik Gunnar Conrad

Choreinstudierung Vinzenz Weissenburger.
Kinderchor der Staatsoper
Unter den Linden Berlin

Junge Philharmonie
Brandenburg

Studienleiter Prof. Patrick Walliser
Sprachliche Einstudierung Rachelina Giordano

Produktionsassistenz Amelie Conrad
Internetauftritt Janislav Malahov
Logistik/Veranstaltungen Manfred Wittig
Öffentlichkeitsarbeit nmz Anno Blissenbach
Betreuer Thomas Falk, Anne Lissner,
Frank Schreiber,
Leonie Arnold, Nils Jensen

Artikelbild Bildrechte Gunnar Conrad

Betrachtung zur Kunst-Oper Der Schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen

Die Oper Der Schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen ist dem großen Baumeister, Maler und Planer Karl Friedrich Schinkel sowie Franz von Assisi gewidmet. Der Sonnengesang des Franz von Assisi leitet die Oper ein und endet mit einer Betrachtung des universalen Denkers und Künstlers der Renaissance, Leonardo da Vinci. Der Sonnengesang ist ein Ausdruck der höchsten Form der Versöhnung mit sich, dem Leben, den anderen Menschen, der Natur, mit Gott und den Religionen dieser Welt.

Franz von Assisi legte nicht nur allen irdischen Besitz ab, versuchte die Religionen miteinander friedlich zu vereinen; sein Lebenswerk würdigte 1980 Johannes Paul II., in dem er ihn zum Patron des Umweltschutzes und der Ökologie ernannte.

Was verbindet unsere Kulturen, unsere Länder, unsere Städte, welchen gemeinsamen Auftrag haben wir für die junge Generation und deren Zukunft und welche Verantwortung am Ende für die Erde, die Menschheit in der Globalisierung, für den Fortschritt unter dem Primat von Wissenschaft und Technik.

Es geht um eine Ethik und Moral mit humanistischem Anspruch;
um Gesellschaftsmodelle, die sich immer wieder neu auf den Prüfstand begeben müssen;
es geht um Liebe, als allumfassender Ausdruck von Brüderlichkeit und Nächstenliebe;
um den alten Wertekatalog der Tugenden;
es geht um Liebe als Ausdruck der Achtung vor der Schöpfung.

Zum Kontext

Im 21. Jahrhundert haben Wissenschaft und Religion ihr Verhältnis zueinander neu bestimmt. Die Überlieferungen der biblischen Genesis, wonach Gott im Anfang das Licht geschaffen habe, wird von der modernen Kosmologie bestätigt. “Die Kosmologen behaupten, gestützt auf die allgemeine Relativitätstheorie, dass das Universum am Anfang von sehr heißer elektromagnetischer Strahlung- und nur von solcher erfüllt war: von Photonen, also von Licht. Wie aus der Bibel, so ist auch von den modernen Astrophysikern zu erfahren, dass die Materie erst nach der Erschaffung des Lichtes entstanden ist. Dieses Licht aber, das Photon, lässt sich leichter als Geist und Gedanke denn als Materie oder Energie bestimmen. Im Anfang also, auch das bestätigt die moderne Physik, war der Geist, der Logos. Und schließlich Max Planck, Erfinder der Quantenmechanik und Teilchen-Physik:

es gibt keine Materie an sich! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist….Da aber Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: GOTT

(Joachim Ernst Behrendt Die Welt ist Klang S.96/97 Rowohlt Taschenbuch Verlag)

Die metaphysische Betrachtung ist mit den größten wissenschaftlichen Leistungen untrennbar verbunden und stellt eine starke Antriebskraft für den Fortschritt der Erkenntnis dar.

In besonderer Weise tritt das Schaffen des Franz von Assisi (1182-1226) hervor, der zu einem ganz neuen Verhältnis zur Natur fand. Der Sonnengesang ist ein Gebet, eine Andacht und steht als Grundlage für ein einvernehmliches Leben zwischen Mensch und Natur. In diesem Sinn ist der Sonnengesang ein klares Bekenntnis zu Natur und Materie, zur stofflichen Wirklichkeit als einer Schöpfung Gottes. Aus naturwissenschaftlicher Sicht, ist der Mensch Sternenstaub.

 

Artikelbild Bildrechte Gunnar Conrad

Kunst-Oper für Kinder und Erwachsene

Auftakt zur 1. Internationalen Jugendakademie in Assisi Oktober 2011

„Kunst fördert soziale Kompetenz”

Ein Projekt der Vereinigung für genreverbindende Kunstprojekte

Der Auftakt zur 1. Internationalen Jugendakademie in Assisi
mit der konzertanten UA der Kunst-Oper “Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen” ist ein Beitrag

für die Umsetzung und Weiterentwicklung
der UNESCO-Konvention Kulturelle Vielfalt
zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt
zeitgenössischer künstlerischer Ausdrucksformen
der Förderung des kulturellen Erbes im Sinne
eines transkulturellen Dialogs unabhängig von Herkunft, Ethnie und Religion

Unter der Schirmherrschaft
des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Rom
des Botschafters der Italienischen Republik in Berlin
des Vizepräsidenten des Europäischen Musikrates

Konzertante Uraufführung

Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen

Eine Kunst-Oper für Kinder und Erwachsene

Mit dem Ziel, soziale Kompetenz begabter Jugendlicher auf internationaler Ebene zu fördern und sie so auf ein Studium vorzubereiten, wurde im Oktober 2011 die erste Jugendakademie in Assisi mit der konzertanten UA der Kunst-Oper “Der schwarze Schwan und das Mondsichelmädchen” ausgerufen. Das Projekt „Kunst fördert soziale Kompetenz“ steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Rom, des Botschafters der Italienischen Republik in Berlin und des Vizepräsidenten des Europäischen Musikrates und wurde von der Vereinigung für genreverbindende Kunstptojekte e.V. 2011 initiiert und gegründet. An der Realisierung waren 2011 zahlreiche nationale und internationale Netzwerke beteiligt.

Die Welt als einen umfassenden Kulturraum zu verstehen, das ist der thematische Mittelpunkt der Jugendakademie. Gerade international führende Universitäten begreifen Globalisierung als große Chance der Annäherung der Kulturen und streben ein Miteinander von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft an. Aufgrund der rasanten Beschleunigung globaler Prozesse und deren zunehmenden Komplexität bildet das visionäre Wirken des Franz von Assisi – zum Patron des Umweltschutzes und der Ökologie ernannt – die adäquate Grundlage der künstlerischen und philosophisch-religiösen Themen.

plakat-italien

Zur Oper, den MitwirkendenBildergalerieArbeitsbericht und Pressestimmen.

Artikelbild UA 3.10.2011 im  Auditorium der ehemaligen Kirche San Domenico aus dem 13. Jh. zur Eröffnung der XVII. Konzertsaison Gioventù Musicale Foligno – Società dei Concerti; Bildrechte Gunnar Conrad